Im Jahre 2484

Zwei Jahre lang haben wir experimentiert und endlich ist es soweit - ich habe die Grippe. Alle Berechnungen stimmen. Es ist die reinste Freude. Temperaturen über 38, verschleimt, klebriger Schweiß.

Die Handlung

Wir schreiben das Jahr Zweitausendvierhundertundvierundachtzig, die Menschheit lebt vereint unter der Führung des ersten und zweiten Weltrates, der zusammen mit dem Weltsicherheitsrat und dem Zentraldenker die Gemeinschaft regiert. Kriege, Krankheiten und Hungersnöte gehören der Vergangenheit an und jeder tut das, was ihm Spaß macht und nimmt sich dafür was er gerade braucht (zum Beispiel Perücken, da die Menschen des Jahres Zweitausendvierhundertundvierundachtzig keine Haare mehr haben).

Mitten in diese Idylle platzt die Warnung des Zentraldenkers. Dieser hat ein unbekanntes Objekt geortet, dass sich der Erde nähert. Schnellstens wird eine Krisensitzung einberufen, um über mögliche Lösungen zu beraten. Der Zentraldenker hat berechnet, dass durch das vorbeiziehen des Objektes in unmittelbarer Nähe die Neigung der Erdachse beeinflusst wird. Archipenkow schlägt vor die gefährdeten Gebiete zu evakuieren, während ein Vorschlag des zweiten Weltrates (auf den Mond zu flüchten) abgelehnt wird.

Der Akademiker Filip präsentiert schließlich einen verwegenen Plan. Er will eine Expedition in die Vergangenheit leiten, in das Jahr Eintausendneunhundertundvierundachtzig, um dort die verschollenen Hefte von Adam Bernau zu finden und in die Zukunft zurückzubringen. In seinen Memoiren schreibt der Nobelpreisträger Bernau, dass er als Kind breitere Möglichkeiten zur Überwindung von Zeit und Raum andeutete, als er sie später in der Praxis beweisen konnte. In seinen Heften schrieb er Formeln nieder, die ein einfaches Prinzip beinhalteten, mit dessen Hilfe im Raum umarrangiert werden kann. Auf diese Weise können ganze Kontinente verschoben werden, ja sogar Welten. Leider wurde das erste dieser Hefte bei einem Brand in seinem Elternhaus zerstört und die übrigen gingen auch verloren.

Da jede Möglichkeit genutzt werden muss, beschließt der Weltrat den Akademiker Filip mit drei weiteren Personen in die Vergangenheit zu schicken:
Kane, Leo. Techniker des Museums für Vergangenheit. Fünfunddreißig Jahre. Drei Kinder. Spezialgebiete: Fahrzeuge des 20ten und 21ten Jahrhunderts.
Jacques Michell. 28 Jahre. Arzt. Epidemiologe. Spezialgebiet: Krankheiten der Vergangenheit. Idealtyp für die gestellte Aufgabe. Aufopfernd, unverheiratet, physisch Widerstandsfähig.
Emilia Fernandez, 23 Jahre alt, Zoolinguistin, Technikerin, Historikerin, ihre Abschlussarbeit: Kritik an den Kommentaren des Akademikers Filip zum Werk des Nobelpreisträgers Adam Bernau.

Obwohl Filip von der letzten Teilnehmerin nicht sonderlich begeistert ist fügt er sich und verlegt seinen Wohnsitz, wie alle Teilnehmer der Expedition in das Adam Bernau Freilichtmuseum. Dort steht unter einer schützenden Glaskuppel das Haus Adam Bernaus. Obwohl das Museum zum Pflichtprogramm für 15 Schulklassen täglich gehört wurde es für das Training der Expeditionsteilnehmer geschlossen. Leo Kane kommt als erster an und hält Filip vor, dass er drei Kinder hat und daher lieber daheim bleiben würde, was den Akademiker nicht sonderlich beeindruckt (generell wird ihn nichts beeindrucken was mit Karas zu tun hat, außer dessen kleiner Raumsprung). Kurze Zeit später treffen auch Emilia und Jacques ein, der für die überraschende Rekrutierung extra eine Humidierungsparty absagen musste.

Nachdem sich das Team versammelt hat offenbart Filip den Plan als getarnte Geometergruppe in einem zeitgenössischen Auto nach Kamenice, der Geburtsstadt von Adam Bernau zu reisen. Da dieser eine Gruppe von Geometern in seinen Memoiren erwähnt werden die Besucher nicht auffallen, solange sie eine Woche vor den echten Geometern kommen und wieder rechtzeitig verschwinden.